Im August… (inkl. Links 6)

September 17, 2009

… kam ich leider aus verschiedenen Gründen nicht zum Bloggen. Daher habe ich nicht nur den indonesischen Nationalfeiertag vom 17. August verpaßt, sondern auch den Beginn des Monats Ramadan. Allerdings habe ich darüber schon letztes Jahr hier gebloggt:

Außerdem noch ein paar Links, diesmal zum Thema „Mehrsprachiges“:


Die Präsidentschaftswahlen in Indonesien…

Juli 9, 2009

… scheinen bereits in der ersten Runde entschieden worden zu sein. Zum zweitenmal in der Geschichte Indonesiens wurde der Präsident direkt vom Volk gewählt und diesmal scheint der neue Präsident auch der alte zu sein: Susilo Bambang Yudhoyono (SBY) scheint eine weitere Amtszeit sicher zu sein.

Eine kleine Auswahl von Artikeln aus der Blogosphäre:


Die Umgangssprache des Indonesischen

Juni 3, 2009

Bei jeder „großen“ Sprache*) gibt es gewisse Unterschiede, wie sie im Alltag verwendet wird, und wie sie in offiziellen Situationen verwendet wird, in der Schule und Universität, in der Privatwirtschaft und in der Regierung. Ersteres wird von Kindern ganz natürlich erworben, und letzteres muß mühsam erlernt werden. Der Einfachkeit halber werde ich das eine als Umgangssprache bezeichnen und das andere als Standardsprache.

Auch beim Indonesischen gibt es diese Unterschiede, die sich in Aussprache, Grammatik und Wortschatz zeigen. Verkompliziert wird das Bild jedoch dadurch, daß es zwar auf der einen Seite eine kodifizierte Standardsprache gibt, das sogenannte Bahasa Indonésia yang baik dan benar „das gute und richtige Indonesisch“, dem aber viele verschiedene regionale Varianten der indonesischen Umgangssprache stehen, die zweifelslos auch von den zahlreichen Regionalsprachen beeinflußt sind. In diesem Beitrag zur Verbmorphologie z.B. können selbst für Jakarta zwei Varianten unterschieden werden, das sogenannte Jakarta-Indonesisch und das Betawi, die Umgangssprache der altansässigen Einwohner Jakartas, die prozentual heute nur noch einen verschwindend geringen Anteil darstellen.

Eines der Anliegen dieses Blog ist es, neben den verschiedenen Aspekten der Standardsprache auch die Umgangssprache zu behandeln, zumal diese häufig im Indonesisch-als-Fremdsprache-Unterricht vernachlässigt wird, Beiträge zum Thema Umgangssprache sind hier zun finden. Zudem erwähne ich  in der Bibliographie u.a. zwei Bücher zum Jakarta-Indonesischen, Indonesisch Slang von Bettina David, und Colloquial Jakarta Indonesian von Robert Sneddon. Auch Searching for structure – The problem of complementation in colloquial Indonesian conversation von Robert Englebretson hat ein einführendes Kapitel, das die Eigenheiten der Umgangssprache, hier basierend auf der Variante von Yogyakarta, bespricht.

Gerade Sneddons Werk ist eine recht ausführliche Beschreibung der grammatischen Eigenheiten der indonesischen Umgangssprache, so daß ich in unregelmäßigen Abständen hier eine Serie von Beiträgen verfassen möchte, die die verschiedenen Bereiche anspricht, die Sneddon in CJI behandelt. Die Serie wird den Titel „Notizen zur Umgangssprache“ tragen.

*) bei nicht verschriftlichten Sprachen von Minderheiten ist es häufig so, daß die offiziellen Funktionen von der Amtssprache des betreffenden Landes übernommen werden. In Indonesien ist das Bild komplizierter, denn neben der einzigen Amtssprache Indonesisch gibt es an die 800 Regionalsprachen. Viele von ihnen haben eine sehr kleine Sprecherzahl, aber Sprachen wie das Javanische, Sundanesische, aber auch das Balinesische, haben Millionen von Sprechern und auch eine schriftsprachliche Tradition. Diese Sprachen, allen voran die größte Sprache, Javanisch, üben auch einen ungeheuren Einfluß auf das Indonesische aus, was vor allem in der Alltagssprache  zu vielen Entlehnungen geführt hat.


Aku punya mimpi

Januar 15, 2009

Heute ist der 80. Geburtstag von Martin Luther King, Jr. Der eigentliche Feiertag ist erst am 19. Januar, aber ich will die Gelegenheit wahrnehmen, einen Ausschnitt aus seiner berühmtesten Rede vorzustellen:

Aku punya mimpi bahwa suatu hari akan datang di mana bangsa ini akan bangkit, dan menyadari arti sesungguhnya dari apa yang mereka percayai: „kami memegang kebeneran ini sebagai sebuah bukti nyata, bahwa semua orang diciptakan setara.“

Aku punya sebuah mimpi bahwa suatu hari di bukit-bukit merah di Georgia, anak-anak dari mantan budak dan anak-anak dari mantan pemilik budak dapat duduk bersama dalam sebuah meja PERSAUDARAAN.

Aku punya sebuah mimpi bahwa suatu hari bahkan di negara bagian Mississippi, sebuah negara bagian yang dipenuhi oleh panasnya ketidakadilan, dan panasnya tekanan dapat berubah menjadi oasis kebebasan dan keadilan.

Aku punya sebuah mimpi bahwa suatu hari, keempat anakku akan hidup di sebuah negara di mana mereka tidak akan dinilai dari warna kulit mereka, tapi dari karakter yang mereka miliki.

Aku mempunyai sebuah mimpi hari ini! Aku punya sebuah mimpi bahwa suatu hari, di Alabama, tempat di mana masalah rasis sangat kental dan kejam, tempat di mana mulut para pemimpin hanya dipenuh kata „pemisahan“ dan „penolakan“; hari itu akan datang di mana anak-anak laki-laki dan perumpuan berkulit hitam dan anak-anak laki-laki dan perumpuan berkulit putih dapat bergandengan tangan layaknya saudara.

Aku mempunyai sebuah mimpi hari ini!
Aku punya sebuah mimpi bahwa suatu hari, setiap lembah akan ditinggikan, dan setiap bukit dan gunung akan diluruskan; „Dan kemuliaan Tuhan akan disingkapkan dan setiap tubuh akan dapat melihatnya bersama-sama.“

Ini adalah harapan kita, dan ini adalah keyakinan yang akan selalu kubawa ke daerah selatan.

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News-Updates

November 9, 2008

Nach heftigen Diskussionen wurde am 31. eine redividerte Version des Pornographie-Gesetzentwurfs vom Parlament verabschiedet. Touristen müssen an ausgewählten Stränden keine Angst davor haben, sich im Bikini zu zeigen, und auch kulturelle und traditionelle Ausnahmen wurden stärker verankert. Dennoch sind die Gegner überhaupt nicht zufrieden. Die Regierung von Bali hat angekündigt, das Gesetz vollends zu ignorieren. (Artikel aus der L.A. Times)

 

Und das lange Warten hat ein Ende: gestern morgen wurden die drei zum Tode verurteilten Bali-Bomber hingerichtet. Seit Tagen sind die Sicherheitsbehörden im gesamten Land, aber besonders in der Hauptstadt Jakarta und im Touristenziel Bali in Alarmbereitschaft. Die Verurteilten hatten für den Fall ihrer Hinrichtung Vergeltungsmaßnahmen ihrer Anhänger angedroht. Bis jetzt ist es ruhig geblieben, hoffen wir, daß es so bleibt. Ich bin selbst zufällig gerade in Bali, und die üblichen Touristenplätze sind auffällig ruhig. Dies kann jedoch auch daran liegen, daß zur Zeit Nebensaison ist und auch keine großen Veranstaltungen anstehen wie im Monat zuvor die Asia Beach Games 2008. Aufgrund der australischen Schoolies Week (eine Art australischer Version der spring break) werden jedoch ab Ende nächster Woche eine Menge australischer Schüler in Bali erwartet, die sich wohl auch von der erneuten Reisewarnung der australischen Regierung nicht werden beeindrucken lassen. (Artikel aus dem Guardian)


Meta: Salam dari Indonesia

Mai 30, 2008

In letzter Zeit bin ich nicht mehr so häufig zum Posten gekommen, das liegt aber daran, daß ich auf dem Sprung war, nach Indonesien, wo ich mittlerweile angekommen bin. Abhängig von meinem Internetzugang und von meiner Zeit werden hier dann hoffentlich weiterhin Einträge erscheinen. Ansonsten Selamat Hari Raya Waisak (heute ist der Geburstag von Buddha, leider fehlt mir grad die Zeit, nachzuschauen, nach welchem Kalender das berechnet wird).

Edit: Der Hari Waisak war natürlich am 20. Mai, nicht am 30. Mai. Am 20. Mai habe ich den Eintrag geschrieben, ihn aber aus irgendeinen Grund nicht sofort veröffentlicht…..


Krishna

April 16, 2008

Krisnawan bedeutet ja soviel wie „Anhänger des Krischna“, ist eine hinduistiche Gottheit, und im Westen auch durch neuzeitliche Anhänger bekannt, die durch Gesänge wie „Hare, Hare Krischna“ in Fußgängerzonen auffallen. Auf indonesisch wird aus krshna (in Devanagari कृष्ण) Krisna, und dann die Nachsilbe -wan, ebenfalls aus dem Sanskrit. Die weibliche Form lautet entsprechend Krisnawati, beide Formen können entsprechend als Kris abgekürzt werden.

Dieses interessante Blog über indogermanische Etymologien weiß, daß der Name vom proto-indogermanischen *kers- stamt, daß soviel wie „dreckig, dunkel“ bedeutet. Dies bezieht sich entweder auf Krischnas Haut, deren Tönung in den heiligen Schriften mit dunklen Gewitterwolken verglichen wird (verwandt damit auch russisch черный černyj „schwarz“). Entsprechend ist der chinesische Name von Krishna auch 黑天 „Schwarzer Himmel“, was die Interpretation stützt.

Ein anderer, aber weniger akzeptierter Ansatz wäre es, das Wort von der proto-indogermanischen Wurzel *ker- „Hitze, Feuer“ abzuleiten, was zum lateinischen carbō „Kohle“, wovon französisch charbon und englisch carbon. Dann mit Suffix versehen wurde *ker-tā- zum proto-germanic *χerþaz „brennender Ort“, welches letztlich dann zum englischen hearth und deutschen Herd.

Ganz falsch ist jedoch die Behauptung, daß die Namen Krischna und Christus verwandt wären. Zu letzterem vgl. den entsprechenden Eintrag aus oben erwähnten Blog.