Versprecher

Juni 29, 2008

Eine Mitreisende erzählte mir davon, wie sie einst mit ihrer Mutter durch Indonesien reiste, und ihre Mutter einen lustigen Versprecher machte. Sie (genauso wie ihre Tochter, wie ich bezeugen kann), mag Garnelen (also shrimp auf englisch), besonders die langen, die heißen auf indonesisch udang panjang. Ihre Mutter sagte aber andauernd Ujung Pandang, das ist der frühere Name von Makassar auf Sulawesi, anscheinend nach einem früheren Forts mit diesem Namen. Laut Wikipedia hieß Makassar zwischen 1971 und 1999 Ujung Pandang, wird heute jedoch noch häufig so genannt. Zwar nicht so allfällig wie die Padang-Küchen der Minangkabau (die eine Tradition des Herumziehens haben, merantau genannt), gibt es in vielen Orten Indonesiens auch Warungs und Restaurants nach Makassar-Art. Und häufiger haben diese udang panjang….

Selamat makan!

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Noch mehr Eselsbrücken

Juni 5, 2008

So ich bin immer noch in Indonesien, und habe immer noch nur in unregelmäßigen Abständen Zugang zum Internet. Aber ich habe mal wieder zwei Eselsbrücken anzubieten. Bei manchen Wortpaaren kommt man durcheinander, weil sie Gegensätze bezeichnen, wie rechts und links, oder oft und selten.

  • kiri und kanan sind „links“ und „rechts“. Wie am besten merken: Auf japanisch heißt links hidari. Und das Gelobte Land war Kanaan, und traditionell wird ja rechts positiv besetzt und links eher negativ (vgl. Lateinisch sinister und dt. rechtschaffen vs. linkisch).
  • sering und jarang sind die Wörter für „oft“ und „selten“. Hier kommt noch erschwerend hinzu, daß sie ähnlich enden. sering klingt ein wenig wie sehr und jarang wie rar, das war jetzt das beste, womit ich dienen kann. Vorschläge sind wie immer willkommen.