Bei den transitiven Verben gibt es zusätzlich zu den Suffixen -kan und -i, die auch in der Standardsprache vorkommen, in der Umgangssprache zusätzlich noch ein aus dem Balinesischen stammende Suffix -in, womit sich Sneddon in Kapitel 2.7 beschäftig. Dieses kann in vielen Fällen anstelle von -kan und -i treten, wie z.B. die beiden folgenden Beispiele:
(1) Papi Sandy beliin Sandy organ.
(2) Gua ngedeketin dia untuk jadi pacar gua.
In der Standardsprache kann -i nicht nach auf -i endenden Verbstämmen folgen, in der Umgangssprache gilt dies für -in nicht: bukti-in ‘beweisen’. Andererseits kann -in die Suffixe -kan und -i nicht ersetzen, wenn diese Suffixe zusammen mit den Präfixen ter- oder ber- auftreten.
Sneddon stellt zudem fest, daß einige Verben, die in der Standardsprache ohne -kan oder -i stehen, können in der Umgangssprache mit -i stehen, wobei der Gebrauch des Suffixes hier jedoch optional ist:
- bantu(in) ‘helfen’
- coba(in) ‘(etwas) versuchen’
- jaga(in) ‘bewachen’
- liat(in) ’sehen’
- ajak(in) ‘drängen, einladen’
- tutup(in) ’schließen, bedecken’
- tunggu(in) ‘erwarten’
- ngajar(in) ‘lehren’
Das folgende Beispiel zeigt, daß sogar in derselben Äußerung zwischen Formen mit und ohne -in variiert werden kann:
(3) Saya ngajarin daerah-daerah tertentu.. saya ngajar acting juga.
Schließlich weist Sneddon darauf hin, daß in manchen Fällen nicht dasselbe Verb mit den verschiedenen Suffixen auftritt, sondern in der Standard- und der Umgangssprache verschiedene Verbstämme zum Einsatz kommen:
- ‘hinstellen, hinlegen’: Standardsprachlich letakkan, umgangssprachlich taruh
- ‘verstecken’: Standardsprachlich sembunyikan, umgangssprachlich umpetin
Verfasst von krisnawan
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